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Festakt: 70 Jahre Wasserwacht Buchloe - 30 Jahre Schnelleinsatzgruppe

Am Samstag nutzte die Buchloer Wasserwacht gleich drei Anlässe, ein großes Fest zu feiern: 70 Jahre Ortsgruppe Buchloe, 30 Jahre Schnelleinsatzgruppe und die Segnung und Indienststellung des neuen Geräteanhängers Wasserrettung.

 

Ortsvorsitzender Andreas Baumgartner begrüßte die rund 100 geladenen Gäste im festlich dekorierten Foyer der Meinrad-Spieß-Grundschule, darunter die Vertrauensfrau der evangelischen Hoffnungskirche Annette Elsner, Stadtpfarrer Reinhold Lappart und Marcel Rappold von der Notfallseelsorge Ostallgäu. Neben hochrangigen Vertretern des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), darunter Landtagsabgordnete und Bezirksvorsitzende des BRK Schwaben Angelika Schorer, nahmen auch Landrätin Maria Rita Zinnecker und die drei Bürgermeister Buchloes die Einladung zum Festakt gerne an. Ein herzliches Willkommen galt auch den Vertretern der Buchloer Blaulichtorganisationen, der Hausherrin Hermine Hölzle sowie Familie Krom aus Kaufbeuren, die den Festakt mit Gesangseinlagen bereicherte.

Baumgartner nutzte die Feierstunde als willkommene Gelegenheit, ein wenig in der Geschichte der Ortsgruppe zu blättern. Aus bescheidenen Anfängen ihrer Gründung durch Hasso Fröhlich im Jahre 1947 entwickelte sie sich zu einer schlagkräftigen Wasserrettungsorganisation, die heute weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist. Von Beginn an zählte der Wachdienst im Buchloer Freibad zu den Hauptaufgaben. Anfang der 60er Jahre diente „Umkleidekabine Nr. 21“ als Wachstation, ausgestattet mit einem Rettungsring, Sanitätstasche, Tauchmaske und Schwimmflossen. Die Ortsgruppe bestand aus 24 fördernden und 11 aktiven Mitgliedern. Bei einem Vereinsporträt in der Buchloer Zeitung im Jahre 1985 antwortete der damalige Technische Leiter Siegmar Möhl auf die Frage, welche Visionen er hätte: „Mein Wunsch ist eine Schnelleinsatzgruppe, um in Notfällen schnell Hilfe leisten zu können.“ Im Februar 1987 erfüllte er sich den Wunsch und gründete eine Schnelleinsatzgruppe, bestehend aus Mitgliedern der Sanitätskolonne und der Wasserwacht. Heute zählt die Ortsgruppe 412 Mitglieder, davon 50 im aktiven Dienst und eine Jugendgruppe mit 62 Kindern und Jugendlichen. „Die Wasserwachtjugend ist der Garant für den Nachwuchs in unserer Gemeinschaft“, so Baumgartner. Es folgte eine kurze Aufstellung der beeindruckenden Einsatzzahlen. So wurden unter anderem 116.000 Wachstunden im Freibad Buchloe erbracht und rund 6.000 mal Badegästen Erste Hilfe geleistet. „Um mit vollen Segeln fahren zu können, braucht es eine gute Mannschaft und gutes Material“, leitete Baumgartner zum dritten Anlass des Festaktes über. 

Aufgrund stetig steigender Anforderungen und neuer Einsatzkonzepte ist die Ausrüstung der Wasserwacht Buchloe in den letzten Jahren immer umfangreicher geworden. Mit den zur Verfügung stehenden Transportmöglichkeiten ist ein zeitnaher Transport an die Einsatzstellen nicht mehr möglich gewesen. Dies sei nun durch den neuen Geräteanhänger Wasserrettung gewährleistet, verbunden mit einer deutlichen Einsatzwertsteigerung, erläuterte der Ortsgruppenleiter. Baumgartner bedankte sich, dass man für Beschaffung von Ausrüstung immer ein offenes Ohr bei der Geschäftswelt von Buchloe, den Banken und der Stadt Buchloe mit den Gemeinden Jengen, Lamerdingen und dem Markt Waal findet. „Die Wertschätzung für unsere ehrenamtliche Tätigkeit, die wir auf verschiedene Weise immer wieder erfahren, ist uns Verpflichtung unsere Tätigkeit zum Wohle und der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürgern mit gleichbleibend hohen Einsatz im Sinne Henry Dunants, dem Gründer des Roten Kreuzes, fortzuführen“, schloss Baumgartner ab.

Bürgermeister Josef Schweinberger würdigte den Anlass des Festaktes als eine Leistung, die niemand in Euro, DM oder Dollar bewerten kann. Als Bürgermeister der Stadt könne er nur in einer von Herzen kommenden Währung zahlen. Er bedankte sich im Namen der gesamten Bürgerschaft und auch im Namen aller vom Ertrinkungstod geretteten, medizinisch Betreuten, den Hochwasseropfern und auch aller, denen die Wasserwachtler das Schwimmen beigebracht und hochgradig ausgebildet hätten. Selbstverständlich sei eine gute zeitgemäße technische Ausrüstung für die Einsätze unerlässlich. Es sei ihm ein besonderes Anliegen, allen an der Finanzierung der lebensrettenden Gerätschaften beteiligten zu danken. Eine Finanzierung des neuen Geräteanhängers Wasserrettung wäre ohne die große Zahl der Unterstützer nicht möglich gewesen. Auch die Stadt Buchloe habe die Anschaffung gerne mit 7.500 Euro unterstützt, so Schweinberger. Er sagte zu, dass die Stadt Buchloe der Wasserwacht immer helfend zur Seite stehen werde. Auch die Schaffung neuer ausreichender Unterstellmöglichkeiten für Fahrzeuge der gesamten BRK-Familie sei auf einem guten Weg. 

Madita Lang, stellvertretende Vorsitzende der Wasserwacht Bayern, hob hervor, dass die Ortsgruppe Buchloe weit über die Ortsgrenze engagiert, bekannt und hoch geschätzt sei. Sie brachte als Dank ein „neues Mitglied“, welches sich als eine liebenswerte metergroße Handpuppe namens „Wastel“ herausstellte. 

Landrätin Maria Rita Zinnecker zollte der Leistung der Wasserwacht hohen Respekt. Alleine die 116.000 Wachstunden im Freibad entsprächen über 13 Jahre am Stück. Auch Landtagsabgordnete und Bezirksvorsitzende des BRK Schwaben Angelika Schorer war voll des Lobes hinsichtlich des Engagements. Sie hob den Einsatz der Jugend hervor und bedankte sich bei ihnen mit einer Einladung zum gemeinsamen Eisessen. 

Wolfgang Piontek, Bezirksvorsitzender der Wasserwacht Schwaben übermittelte seine Glückwünsche und bedankte sich mit einem Lehrgangs-Gutschein für Weiterbildungen des Bezirks. Dann nahm er, unterstützt vom Technischen Leiter Marcus Kern, die Ehrungen vor. 

Eingebettet in die Festreden erfolgte der Höhepunkt des Abends. Die Segnung des Geräteanhängers. Stadtpfarrer Reinhold Lappat bedauerte, dass Pfarrer Christian Fait nicht teilnehmen konnte, doch habe er sich mit seinem „protestantischen Kollegen“ abgesprochen und sagte zu „Auch ohne ihn - ich mach`s ökomenisch.“ Die Segnung des Geräts sei ein christlicher Dienst, den er gerne vornehme. Begleitet und unterstützt wurde die Segnung von sieben Ministranten, die alle in der Wasserwacht aktiv sind. Nach den von den Ministranten verlesenen Fürbitten erfolgte die Segnung des Geräteanhängers. Stadtpfarrer Lappat ließ bei Rückkehr in den Saal auch den Gästen eine Segnung zu teil werden. Der feierliche Akt wurde mit einem gemeinsamen Gebet abgeschlossen.

Vorsitzender Baumgartner beendete den offiziellen Festakt mit einer kurzen Schlussrede, in der er sich bei allen Helfern des gelungenen Abends bedankte. Das diese wieder einmal - wenn auch außerhalb des Wassers - viel geleistet haben, ließ sich bei der festlichen Foyergestaltung, der aufwendigen Blumendekoration und dem üppigen selbst erstellten Buffet zweifelsfrei feststellen.

Text und Fotos (c) Nicole C. Becker


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